Grundsteinlegung für den Zukunftsort NEOS und Digital Hub Industry

22.09.2020 08:40

In festlichem Rahmen wurde heute (Dienstag, 22.09.2020) der Grundstein für den Zukunftsort NEOS im Bremer Technologiepark gelegt. In der Hildegard-von-Bingen-Straße wird bis Anfang 2022 auf rund 10.000 Quadratmetern eines der wichtigsten industrie- und innovationspolitischen Projekte Bremens entstehen. Auf insgesamt 12.000 Quadratmeter Bürofläche arbeiten dann circa 800 Beschäftigte im Herzen des Bremer Innovations-Ökosystems, dem Technologiepark.

Als Investor und Bauherr des Gebäudekomplexes konnte die Projektgesellschaft "Konrad-Zuse-Strasse GmbH" gewonnen werden. Die Planung und Durchführung des Bauvorhabens liegen bei der Frankfurter Projektentwicklungsgesellschaft Powerhouse. Entworfen wurde das Gebäude vom Bremer Architekturbüro GMD nach den Wünschen der encoway GmbH und der Lenze SE.

Das innovative Bürogebäude wird die neue Heimat des wachsenden Digitalgeschäftes der Hamelner Lenze-Gruppe und bietet künftig Platz für die Unternehmenszentrale des expandierenden Bremer Softwareunternehmens encoway, eine Tochtergesellschaft der Lenze SE. Durch die Bündelung der digitalen Kompetenzen der Unternehmensgruppe wir das NEOS so auch zu einem der größten Neuansiedlungsprojekte der letzten Jahre im fast komplett belegten Technologiepark.

"Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die Lenze SE mit ihrer Bremer Tochtergesellschaft encoway entschieden hat, den Standort Bremen weiter auszubauen. Besonders freut es mich, dass wir das Digital Hub Industry, als Schlüsselprojekteder Bremer Digital-Strategie Bremen Digital, an diesem Ort gemeinsam entwickeln werden. Das Digital Hub Industry wird Wirtschaft und Wissenschaft im Bereich Digitalisierung stärker zusammenführen. Bremen ist im Bereich der Forschung ganz vorne, mit dem ‚Digihub‘ wird es uns gelingen, Wissen und Technologien noch mehr als bisher in den Unternehmen zu verankern. Dieser Transfer in Unternehmen ist letztlich für den Wirtschaftsstandort Bremen entscheidend und genau darauf basieren unsere bisherigen Anstrengungen. Deswegen ist die Grundsteinlegung heute für Bremen ein sehr gutes Signal", erklärt Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt.

Das Digital Hub Industry ist ein Gemeinschaftsprojekt des Unternehmens encoway, der Universität Bremen und der beiden senatorischen Behörden Wissenschaft und Häfen sowie Wirtschaft, Arbeit und Europa. Es wird Unternehmen, Wissenschaft und Start-Ups miteinander verbinden und es ihnen ermöglichen, gemeinsam an digitalen Innovationen und neuen Geschäftsmodellen zu arbeiten, um die digitale Transformation der Bremer Wirtschaft weiterhin erfolgreich zu gestalten. Der Bremer Senat verspricht sich durch dieses Projekt eine Attraktivitätssteigerung des Standortes und weitere Unternehmensansiedlungen aus der Industrie. Im Digital Hub Industrie werden die bisherigen Aktivitäten des DIGILABS der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa, sowie auch des DOCK.One des Unternehmens ENCOWAY in eine neue größere Dimension geführt. Kern dieser Projekte war und ist der interdisziplinäre Ansatz, der die kreativen Lösungen und neuen Geschäftsmodelle erst möglich gemacht hat. Genau das wird auch im Digital Hub Industry ein wesentlicher Faktor sein. Bereits vorhandene und finanzierte Projekte, wie z.B. das ESA BIC für Gründungen in der Raumfahrt, werden im Digital Hub verortet sein. Betrieben wird es durch einen neu zu gründenden Verein, in dem sich Wirtschaft, Wissenschaft und Unternehmen gemeinsam engagieren werden.

Bürgermeister Bovenschulte: "Das Digital Hub Industry wird zum Vorzeigeprojekt mit internationaler Strahlkraft und zu einem weiteren guten Grund für zukünftige Unternehmensansiedlungen am Standort. Das junge, kreative Umfeld der Universität Bremen mit den zahlreichen Forschungseinrichtungen sowie den gut ausgebildeten Fachkräften ist für viele Unternehmen äußerst attraktiv. Ich freue mich, dass die Aktivitäten der letzten Jahre und die gemeinsame Arbeit an dem Konzept des Digital Hub nun Früchte trägt und Realität wird."

Frank Maier, Chief Technology Officer Lenze: "Mit dem Bau des NEOS und des dort integrierten Digital Hub Industry haben wir uns entschieden, das digitale Geschäft der Lenze-Gruppe künftig am Standort Bremen zu bündeln und auszubauen. Dafür haben wir hier im Technologiepark auf dem Campus der Universität Bremen den perfekten Standort gefunden, der uns den Zugang zu digitalen Talenten und Expertinnen und Experten gibt, um mit dem hier vorhandenen Know-how unser digitales Geschäft weiter auszubauen."

Christoph Ranze, Gründer von encoway und Leiter Digitalgeschäft Lenze, ergänzt: "Als einer der Pioniere der Digitalwirtschaft in Bremen freuen wir uns bei encoway besonders, Teil dieses Projekts zu sein. Wir schaffen hier in Bremen mit dem Digital Hub Industry den Schmelztiegel für Wissen und Zusammenarbeit rund um die digitale Transformation. Ich bin sicher, dass unser gemeinsames Projekt weit über die Landesgrenzen hinaus eine Strahlkraft besitzt, da wir neue Wege aufzeigen, wie Industrie, Wissenschaft, Start-Ups und Politik nicht nur voneinander profitieren, sondern auch miteinander Zukunft gestalten können."

Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft, Häfen und Justiz sagt dazu: "Durch das Digital Hub Industry werden sich für unseren Wissenschaftsstandort wichtige Impulse für den Wissens- und Technologietransfer ergeben. Ich bin stolz darauf, dass insbesondere die Universität Bremen und außeruniversitäre Institute vielfältig am Digital Hub Industry beteiligt sein werden. Für unsere Studierenden – potentiell selbst einmal Gründerinnen und Gründer – ergeben sich damit wertvolle Einblicke in die unternehmerische Praxis der Unternehmen."

Ansprechpartner für die Medien: Kai Stührenberg, Pressesprecher bei der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa Tel.: (0421) 361-59090 E-Mail: kai.stuehrenberg@wah.bremen.de