© Eli Joteva

Für die Kunst in die MRT-Röhre

10.08.2021 08:02

Während ihres Residenzstipendiums von Fraunhofer MEVIS schuf die Medienkünstlerin Eli Joteva eine bemerkenswerte Installation: Um an das Material für ihr digitales Kunstwerk zu kommen, legte sich die Bulgarin stundenlang in einen MRT-Scanner. Das Resultat ist die digitale Installation „IntraBeing“. Sie zeigt überdimensionale Organe und hochkomplexe Nervengewirre, die sich meditativ und geheimnisvoll vor dem Auge der Betrachter bewegen.

Die dritte Künstlerresidenz, die Fraunhofer MEVIS gemeinsam mit der Ars Electronica in Linz und der International Fraunhofer Talent School Bremen ausrichtet, findet erneut in Kooperation mit dem Schulzentrum Walle in Bremen statt. Erstmalig ist auch das UCLA ArtSci Center in Los Angeles beteiligt. Der Titel des Programms lautet „STEAM Imaging“ – STEAM steht für die Verknüpfung von Wissenschaft, Technologie und Mathematik mit anderen Disziplinen, beispielweise der Welt der Kunst. Ausgangspunkt der Residenz ist es, Künstler mit Wissenschaftler:innen und Schüler:innen zusammen zu bringen, um Grenzen einzelner Disziplinen zu überwinden, flexible Formen des Lernens und der Zusammenarbeit zu entwickeln und Fähigkeiten zu vermitteln, effektiv und kritisch mit neuen Technologien umzugehen.

Zu sehen ist das Werk vom 8. bis 12. September 2021 auf dem Ars Electronica Festival in Linz, einer der weltweit wichtigsten Veranstaltungen für Medienkunst. Alternativ lässt es sich in den eigenen vier Wänden erleben – per Internet als „Augmented Reality“-Erlebnis.

Weitere Informationen sind hier erhältlich.